- Neuer Flügel von Weinberger:
Der „Weinberger Education“ - Seit etwa 10 Jahren drängen chinesische Instrumenten auf den Weltmarkt. In den letzten fünf Jahren hat sich die Qualität der Instrumente soweit verbessert, das sie auch in Europa verkauft werden können. Große Marken wie Seiler, Schimmel oder Bechstein betreiben Kooperationen mit chinesischen Produzenten und Instrumente der großen chinesischen Klavierfabrik Pearl River kann man in Europa unter den verschiedensten Markennamen bzw. sog. Hausmarken kaufen.

- Wir haben die Entwicklungen sehr genau beobachtet und vor zwei Jahren beschlossen, uns in diesem Marktsegment auch etwas einfallen zu lassen.
Mit dem Weinberger Education Piano, dass wir seit 2004 im Programm haben, konnten wir gute Erfahrungen sammeln. Diese haben uns bei den Vorbereitungen für das Flügelprojekt sehr geholfen. So wird der neue Weinberger Education in China, in einem Familienbetrieb unter Einsatz von Qualitätsmaterialien aus Deutschland den Weinberger Education Flügel inklusive der Oberfläche roh gefertigt,.
Die mechanische und klangliche Endfertigung wird in unserer Werkstätte durch unsere erfahrenen Klavierbauer durchgeführt. Jedes Instrument wird, so wie die anderen Weinberger Instrumente, im Rahmen eines akribischen Einlaufprozesses streng getestet. Dass dieses Verfahren zu einer nahezu reklamationsfreien Situation und damit zu zufriedenen Kunden führt, können wir nach bald 200 verkauften Weinberger Instrumenten gut dokumentieren.
Letzten Samstag wurde unsere Werkstätte kurzfristig zu einem Fotostudio umfunktioniert. Der Wiener Produktfotograf Josef Schauer setzte unser „Baby“ ins recht Licht – das Ergebnis sehen Sie z.B. am Cover des Magazins.
Dass wir den Flügel toll finden wird Sie wenig überraschen. Um Ihnen also einen Überblich von neutraler Stelle über die Leistungsfähigkeit und den Charakter des Instrumentes zu geben, haben wir einen erfahrenen Pianisten und Pädagogen eingeladen, den Flügel intensiv zu testen. Meine Mitarbeiter und ich waren sehr gespannt, wie das Instrument beurteilt werden würde.
Am Nachmittag des 19. Septembers war es so weit: Reiner Nova und Paul Gulda besuchten uns im Klavierhaus. Beide Pianisten spielten das Instrument und es war bei aller Ernsthaftigkeit zwischendurch auch recht lustig. Rainer Nova hat den Testbericht verfasst, den Sie nachfolgend lesen können. - “Weinberger Education“ - Testbericht
- Inmitten unterschiedlichster traditionsreicher “Kollegen“ versteckte er sich, der brandneue “Education“-Flügel des Klavierhauses Weinberger.
Dabei hat er zum Verstecken überhaupt keinen Grund.
Ein Großteil seines Innenlebens, wie Resonanzboden, Stimmwirbel, Stimmstock, Saiten und Hammerköpfe stammen von renommierten Firmen aus Deutschland. Während Montage und Oberfläche in einem chinesischen Familienbetrieb passieren, erfolgt die mechanische und klangliche Endfertigung in Österreich.
Ein dynamisch geschwungenes Notenpult, das in variablen Winkeln positioniert werden kann, sowie die aus Massivholz gefertigten Tasten stechen auf den ersten Blick ins Auge. Letztere, da sie im Vergleich zu denen der in der Ausstellungshalle benachbarten Klaviere etwas matt wirken.
Beim ersten Berühren erweist sich die optische Mattheit der Tastatur, die zugleich etwas weniger Glätte bedeutet, aber als sehr angenehm. Der gute Touch, das Gefühl des unmittelbaren Kontakts zum Instrument ist für das subjektive Spielerlebnis sehr entscheidend. Die präzise und zuverlässig funktionierende Mechanik unterstützen dabei den Eindruck den Flügel richtig “im Griff“ zu haben. Einzig das Sustain-Pedal scheint noch etwas übersensibel eingestellt zu sein, da es bereits bei geringstem Tiefgang sehr deutliche Wirkung zeigt.
Klanglich überzeugt der neue Flügel vor allem in den mittleren und höheren Lagen. Der Diskant klingt hell, beginnt aber auch im Fortissimo-Bereich niemals zu “schreien“. In der kleinen und eingestrichenen Oktave klingt das Instrument neutral. Anders ausgedrückt hat der Flügel auch hier alle Möglichkeiten, steuert von sich aus aber keinen spezifischen Klangcharakter, wie das beispielsweise bei Bösendorfer, Steinway oder auch Yamaha meist der Fall ist, bei. Das erfordert vom Spieler wiederum ganz klare Vorstellungen und Absichten um entsprechende Klangcharaktere zu kreieren – somit wird der Flügel seinem Namen hier vollends gerecht.
Auch wenn über Langlebigkeit und Haltbarkeit noch keine seriösen Prognosen gestellt werden können, stellt der Weinberger Education Flügel mit einem Verkaufspreis von €13.900- sicherlich mehr als eine mögliche Alternative zu vergleichbaren Größenmodellen etablierter namhafter Fabrikate dar.
Für mich war es jedenfalls ein zugleich spannendes und erfreuliches Erlebnis diesem Frischling auf den Zahn zu fühlen, und ich hoffe dass das Instrument noch vielen jungen Pianisten/innen Flügel verleihen wird.
Mag. Rainer Nova
Pianist und Musikpädagoge,
“Guldologe“ auf Schloss Kremsegg und seit 2006 im Vorstand der EPTA-Austria - Spezifikationen
- Weinberger Education Flügel, Modell 188, schwarz poliert.
Raste: Strahlenraste, drei Spreizen massive Fichte; Rim 37x schichtverleimt
Resonanzboden: Massive Fichte, Fa. Strunz, Deutschland
Saiten: Röslau, Deutschland
Stimmwirbel: Fa. Biene, Deutschland
Stimmstock: Delignit, Deutschland
Rahmen: China
Mechanik: Ningbo, China (keine Plastikteile)
Hammerköpfe: Abel, Deutschland
Klaviatur: Halbtöne Massivholz, Ningbo, China
Tastenklappenbremse, breite Flügelrollen
Montage und Oberfläche in China
Mechanische und klangliche Endfertigung in Österreich.
Länge: 188 cm
Breite: 150 cm
Gewicht: 320 kg
Preis: € 13.900,-- inkl. USt.
- zurück zur Übersicht
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Ein Gratis-Exemplar senden wir Ihnen gerne zu. Wenn es Ihnen gefällt, können Sie für Euro 7,50 Druck- & Versandkostenbeitrag ein Jahresabo erwerben. Dann finden Sie die kommenden vier Ausgaben jeweils druckfrisch in Ihrem Postkasten.
![]() |
©2010 Klavierhaus Weinberger · Brucknerstraße 21 · A-4470 Enns www.weinberger.net · Tel: +43 (0) 7223 / 86 084 |
