Musikmagazin
CEUSmaster, der 1. digitale Bösendorfer
Vergessen Sie alles, was Sie über E-Pianos wissen.
Oder lachen Sie drüber.
Hier kommt „CEUSmaster“ von Bösendorfer
Der erste digitale Bösendorfer
Der erste digitale Bösendorfer
Die Wiener Klavier-Edelmanufaktur Bösendorfer lässt aus ihrer Entwicklungsabteilung neue Töne erklingen. Ein Jahr nach Präsentation des weltweit besten Computerflügel „CEUS“ wurde nun, von selbigem abgeleitet, der erste Bösendorfer mit digitaler Klangerzeugung vorgestellt. Die Leistungsdaten werden Pianisten, Keyboarder, Produzenten und Hobbymusiker begeistern (siehe factbox).
VSL meets Bösendorfer
Als die Vienna Syphonic Library, Weltmarktführer an Orchestersamplen, an Bösendorfer herangetreten ist, um den größten Flügel des Hauses, den „Imperial“ zu samplen, wurde die Idee geboren die CEUS Technik mit den Samples der VSL zu kombinieren um daraus ein Digital Piano zu fertigen.
Dazu Aufnahmeleiter Michael Hula: „Es ist eine große Herausforderung ein Klavier zu samplen, da der Farbenreichtum eines Konzertflügels nicht so leicht „einzufangen“ ist.
Wir haben in der Silent Stage zwei Stereospuren in einer Auflösung von 96k/32bit pro Hörposition aufgenommen. Diese beiden Stereospuren werden dann in einem von uns festgelegten Verhältnis gebounced und im Editing nachbearbeitet. Für unser VI (Anm. Vienna Instrument-Software) werden die Samples dann auf 44.1k/24bit aufbereitet“

Diese Auflösung entspricht ca. der einer DVD und erfordert eine extrem leistungsstarke Hardware um die Menge der Samples, ca. 25.000 Stereosamples im RAM Pre Load bei Windows und 48.000 Stereo Samples auf einem G5 mit 3GB RAM, im Streamingmodus verfügbar zu machen.
Die Entwicklung
Musikproduzent und Pianist Peter Wolf war der erste, der Bösendorfer immer wieder in der Entwicklung eines Digital Pianos bestärkte und speziell den Nutzen auf der Bühne und im Studio hervorhob.
Sämtliche Stage Pianos und Digital Pianos haben aufgrund der aus der Musikerwelt gestellten Anforderungen „leicht, klein und gut“ immer mit Kompromissen gekämpft. Für Bösendorfer war von Anfang an klar, dass es keine Kompromisse geben kann und darf. Das Ergebnis musste auch den höchsten Ansprüchen gerecht werden. Diese sind in erster Linie das Spielgefühl wie am Flügel und der Klang eines Flügels.
Die größte Herausforderung war, die hohe Datendichte der Audiosamples auch störungsfrei in Klang umzuwandeln. Da die VSL in erster Linie für eine professionelle Tonstudioumgebung produziert, musste man sich auch mit der dort eingesetzten Hardware und Software auseinandersetzen. PC oder MAC waren also bei aller Skepsis unumgänglich. Das erste Setup zum Test bestand aus der Klaviatur des CEUS inkl. der Sensoren, einem leistungsstarken PC und der VSL Software. Das Ergebnis war verblüffend und sehr überzeugend – der Klang echt. Der weiteren Entwicklung stand also nichts mehr im Wege.
Der Test
Joe Meixner war der erste Künstler, der den ersten Prototypen unter die Lupe nahm und ordentlich in die Tasten griff. Die dabei aufgetretenen Probleme mit dem Pedal und der Soundkonfiguration konnte man rasch beheben. Joe Meixner: „Ich spiele seit 30 Jahren Digital Pianos, aber das ist für mich das Schärfste was es gibt. Das Spielgefühl ist unbeschreiblich, und lässt mich bei verbundenen Augen glauben, dass ich auf einem Konzertflügel spiele“!
Robbie Williams
Nachdem die Bandmitglieder Robbie Williams’, Claire Worral (Keyboard) und Stephen Duffy (Songwriter und Gitarrist) bei ihrer aktuellen Welttour in Wien hielten, statteten sie Bösendorfer im August einen Besuch ab um die Fabrik zu besuchen und auf den Instrumenten zu spielen. Die Begeisterung um die Neuentwicklungen war dabei so groß, dass sie die nachfolgenden zwei Tage bei Bösendorfer verweilten.

Speziell das hochprofessionelle, für Bühnen und Studios konzipierte Digital Piano „CEUSmaster“ hat es ihnen angetan. Stephen Duffy wollte es gleich für die nachfolgenden Konzerte in Milton Keynes GB für die Live DVD Produktion einsetzen. Vorab mussten allerdings noch einige Änderungen durchgeführt werden, um das Instrument auch roadtauglich zu machen, weshalb die DVD Produktion ohne Bösendorfer stattfinden musste.
Die Prototypen im Härtetest
Nachdem Bösendorfer nun den zweiten Prototypen des Stagepianos fertiggestellt hat und die erforderlichen Adaptionen abgeschlossen werden konnten, wurde der „digitale Imperial“ nach Australien verschifft um an den kommenden Konzerten der Robbie Williams Welt-Tournee teilzunehmen.

Das Original email Claire Worral nach dem Soundcheck an Projektleiter Mario Aiwasian:

“Dear Mario,
We had our first sound check today with the Boesendorfer and it sounded simply amazing. I can’t tell you how beautiful it was to play, it was like a dream come true. It gave me such pleasure and I felt so proud to be playing it. For the first time as a live musician I felt that the instrument reflected the energy that was being played into it in it’s truest form. Everyone commented on the difference and came and admired it.
Thank you so much for allowing me to be the first to take it on the road. She will be very much loved and looked after.
I hope this email finds you well and happy and I look forward to seeing you soon. Thanks once again, I really can’t explain how delighted I am.”
Claire
Bösendorfer
Bei Bösendorfer wurde klar, dass der CEUSmaster ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Die Spitze der Popwelt wurde auf das gute Stück aufmerksam und atmete erleichtert auf, denn erstmals sind die Kompaktheit eines Keyboards und der Klang eines Konzertflügels vereint:

Gonzalo Rubalcaba: „Ich werde das CEUSmaster nicht statt einem Flügel einsetzen, denn dafür liebe ich meinen 280 Bösendorfer zu sehr. Wohl aber statt einem Keyboard, welches ich auch aus logistischen Gründen dem Flügel vorziehe.“

Product Manager Mario Aiwasian sagt über sein „baby“: „CEUSmaster bedeutet für Bösendorfer das Beschreiten eines vollkommen neuen Terrains. Pop, Jazz und Klassik verschmelzen, das Bösendorfer Logo ist nun auch auf Pop- und Rock-Bühnen zu finden! Zudem muss man auch bedenken, dass dieser positive output als starkes Lebenszeichen in der Branche anerkannt wird, innovativ, modern, poppig!
Weiters sehe ich unsere Innovation auch als klaren Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern der traditionellen Klavierbauer, die sich mit der Frage der Digitalisierung noch nicht auseinander gesetzt haben. Doch das Rad der Zeit dreht sich nun mal und wir gehen da mit. Neue Märkte müssen beschritten, und Synergien genutzt werden.
Nach dem Härtetest bei der Robbie Williams Tour in Australien folgt nun der Studio Test. Dafür konnte ich kein geringeres als die berühmten „Air Studios“ in London gewinnen. Dort schließt sich auch der Kreis wieder, zumal in den Air Studios das Robbie Williams Album auf einen Bösendorfer 225 eingespielt wurde.
Unser „CEUSmaster“ wird dort Anfang März eintreffen und für mehrere Monate den Alltagstest im Studio antreten. Dabei werden Künstler wie Paul Mc. Cartney, Phil Collins, Green Day, Claire Worrall und Stephen Duffy damit arbeiten.
Das Testergebnis wird dann in das Endstadium der Entwicklung einfließen und ein Produkt für Serienreife entstehen lassen. Eines kann ich auf jeden Fall garantieren: Die Bösendorfer Goldschrift am CEUSmaster wird hell glänzen!“

Bruno Weinberger
Bösendorfer CEUS Master in Daten:
· Die stärkste Bösendorfer Konzertflügelmechanik vom 280 Concert Grand, von der Taste bis zum Hammer
· CEUS Messtechnik, mit bis zu 3000 Datenimpulsen pro Millisekunde
· 40GB Sounddaten aus einem Bösendorfer Imperial, entnommen von den führenden „Samplern“ der Studiowelt „VSL“, Vienna Symphonic Library
· 24bit/44,1k Stereo Samples, ungeloopt, natürlicher Ausklang
· 30 Dynamik Layers
zurück zur Übersicht

AboHaben wir Ihr Interesse geweckt? Ein Gratis-Exemplar senden wir Ihnen gerne zu. Wenn es Ihnen gefällt, können Sie für Euro 7,50 Druck- & Versandkostenbeitrag ein Jahresabo erwerben. Dann finden Sie die kommenden vier Ausgaben jeweils druckfrisch in Ihrem Postkasten.

©2010 Klavierhaus Weinberger · Brucknerstraße 21 · A-4470 Enns
www.weinberger.net · Tel: +43 (0) 7223 / 86 084