- "Wein’ nicht um mich Argentinien" in Bad Leonfelden von 22. Juni bis 16. Juli
- Wenn der Sommer kommt, freuen sich die meisten auf den Urlaub. Während alle Welt darauf hinarbeitet, werden vielerorts musikalischen Sommerspiele vorbereitet.
Susanne Kerbl als „Evita“ mit Klaus Niederhuber als „Che" und Regisseur Kurt Ockermüller (Mitte)- In Bad Leonfelden läuft seit 22.Juni der Musicalmythos und Welterfolg EVITA von Andrew Lloyd Webber, mit Susanne Kerbl in der Titelrolle vor vollem Haus. Restkarten sind noch erhältlich, das innovativem Teams vom Kurverband Bad Leonfelden hat bewährt gute Arbeit geleistet.
Der Weinberger berichtet exklusiv über die Hauptdarstellerin Susanne Kerbl, die in der Inszenierung des bekannten Theater und Filmregisseurs Kurt Ockermüller (Ein echter Wiener geht nicht unter; Schlosshotel Orth; Da wo die Berge sind….) zu erleben ist.
Sie steht seit Jahren jeden Sommer engagiert auf der Bühne. Wir führten mit der vielseitigen OÖ Künstlerin ein Gespräch über Karriere und Familie und über einen Sommer mit über 30 Vorstellungen.
Der Weinberger: 2003 stellten Sie die Evita in Steyr bereits vor ausverkauftem Haus dar; nun in anderer Inszenierung vor noch größerem Haus in Bad Leonfelden. Die Presse feiert Sie als Idealbesetzung – nach all den Hauptrollen stellt sich die Frage ob die Eva Peron „Evita“ ihre Lieblingsrolle ist ?
Susanne Kerbl: Die Darstellung dieser faszinierenden Persönlichkeit ist natürlich eine wirklich große Herausforderung und kann für mich vom schauspielerischen und sängerischen Einsatz durchaus mit dramatischen Opernrollen verglichen werden. Ein derartig geniales Buch und vor allem die Musik von A.Lloyd Webber bedeutet für mich eine große Herausforderung.
W: Es gibt kaum Sängerinnen welche sich sowohl im klassischen Bereich, als auch im Musical etablieren konnte. Ihnen ist beides gelungen – besteht aber da nicht doch eine gewisse Vorliebe zum Musical ?
K: Im Alter von 17 Jahren war es mir vergönnt die Koloraturarien der Königin der Nacht aus der Zauberflöte zu singen und damit auch bei regionalen Gesangswettbewerben Erfolge zu feiern. Meine klassische Gesangsausbildung führte dann zu Partien von Oratorien G. F. Händels ; Opern von Haydn bis zu Viktor Ullmann oder Liederabende der Klassik bis zu Uraufführungen von Balduin Sulzer. Die Faszination „Musical“ ereilte mich durch die Bühnen von Bad Hall und Bad Leonfelden.
Die besondere Herausforderung in diesem Genre besteht darin, dass beim Musical – entgegen der traditionellen Oper die Anforderungen im Singen, Schauspiel und Tanzen als Gesamtkunstwerk erfordert werden – und das ist natürlich eine reizvolle Aufgabe, die mitunter auch ganz schön konditionelle Ansprüche stellt.
W: Nach der EVITA in Bad Leonfelden spielen Sie gemeinsam mit Ihrem männlichem „Publikumsliebling“ aus OÖ auf Schloss Wildberg die Österreichische Erstaufführung eines Broadway Serienerfolges von Jason Robert Brown „Die letzten fünf Jahre“. Seit Jahren sind Sie Schloss Wildberg treu verbunden und sind auch laut unseren Informationen in der Führungscrew des Schlosses eng integriert ?
K: In Wildberg habe ich, gemeinsam mit meinem Ehegatten Thomas seit Jahren Heimat und Familie vereinbart. Nach dem so traurigen frühen Hinscheiden unseres Obmannes Helmut Heinz Ecker hat mein Mann seine Aufgaben übernommen und es ist eine besondere Freude unsere erste gemeinsame Saison mit Karl M. Sibelius zu bestreiten.
W: So ist der Sommer also ausgebucht bis Mitte August. Haben Sie danach auch einmal einen Urlaub in Aussicht ?
K: Nicht so ganz. Karl M.Sibelius wird anschließend das Musical „Hallo Dolly“ für das Stadttheater von Bad Hall inszenieren.
jene Produktion, welche wir 2005 in Bad Leonfelden aufgrund seines körperlichen Übereinsatzes und Unfall als Frank’n Furter bei der Rocky Horror Show am Landestheater Linz absagen mussten und welche nun in Bad Hall realisiert wird
W: Das sind dann insgesamt drei große Produktionen zwischen Juni und Oktober 2006 mit insgesamt über 30 Vorstellungen. Nebenbei unterrichten Sie am OÖ Landesmusikschulwerk Gesang – wie lässt sich das Alles vereinbaren, auch mit Tochter Laura (9)
K: Wir haben da ein bewährtes innerfamiliäres System und meine Arbeit als Gesangslehrerin ist Freude und Berufung zugleich – das geht sich alles aus.
W: Da drängt sich abschließend die Frage nach 2007 auf.
Gibt es da schon konkrete Pläne ?
K: Ohne groß einen Vorgriff zu machen ist es mir eine große Freude dass erstmals die Fantine in der OÖ Erstaufführung bei den Musikfestspielen von Steyr von „Le Miserable“ ansteht und Soloprojekte rund um George Gershwin bereits fixiert sind – und endlich auch wieder einmal Franz Schubert und Richard Strauss verstärkt vertreten sind - Zusätzlich gibt es bereits eine Anfrage für das Musical „Chicago“ und der Maria Callas Homage „Meisterklasse“
W: Danke fürs Gespräch
Susanne Kerbl in "Der Mann von La Mancha" 2005 in Bad Leonfelden
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