- Salem Aleikum - Weinberger Pianos in Dubai
Ein Messerückblick - Erstmals in der Geschichte der Vereinigten Arabischen Emiraten wurde in Dubai, der boomenden Metropole der arabischen Halbinsel eine Musikmesse veranstaltet.
Wir waren dabei.
- Es ist eine andere Welt. Alles künstlich. Man kann nicht einfach rausgehen. Die Brillen beschlagen sofort, Kameras werden blind. Mitternacht hat es in Duabi 36 Grad C Ende Mai. Im Sommer werden es unter Tags durchschnittlich 50 Grad. Ohne Klimaanlage geht dort gar nichts. In der Nacht wird es in der Wüste angenehm frisch. Bei 10 bis 15 Grad kann man es aushalten. Warum es in der Stadt, nur wenige km entfernt, so heiß ist, wollten wir von einem Taxifahrer wissen: »Die Abwärme der Klimaanlagen. « No Comment.
Die Scheichs der Emirate haben schon vor Jahren erkannt, dass ihr Öl einmal zu Ende gehen wird und setzen deshalb auf Tourismus. Riesige Hotels mit extravaganter Architektur wie das Burj Al Arab oder Jumeirah Beach Hotel, »Die Welle«, wurden zum Wahrzeichen Dubais. Derzeit wird geplant, das höchste Gebäude der Welt dort zu errichten. Bereits in Bau befindet sich eine aufgeschüttete Insel in Form einer Palme – vom Weltall aus schon ganz schön zu sehen. Erbaut wird dies alles im Schichtbetrieb von Indern und Pakistanern, die rund 80 % der Bevölkerung ausmachen. Die haben keine Klimaanlagen. Die westliche Kultur
hat einen hohen gesellschaftlichen Wert und damit auch die westliche Musikkultur. Als eine erste Möglichkeit einer gegenseitigen
musikalisch-wirtschaflichen Annäherung wurde die »Dubai Musica« vom 28.bis 30. Mai 2005 veranstaltet. Das World Trade Center, ein mächtiges Gebäude, bot Heim für die Messe. Die Organisation war typisch arabisch.
Nichts war zum besprochenen Zeitpunkt fertig. Beispielsweise kamen unsere Klaviere erst am Nachmittag des letzten Aufbautages. 24 Stunden später als geplant. Das war lustig …
Die interessierten Scheichs am WeinbergerStand.- Europäsche Hersteller waren nicht sehr zahlreich vertreten:
- Blüthner wurde von Christian Blüthner vorgestellt. Und zwar mit einem Selbstspiel-Flügel.
Bösendorfer präsentierte sich mit dem wohl passendsten Flügel für Arabien: Dem Swarowski Flügel mit 8.000 eingelegten Kristallen und Blattgold, wo noch Platz ist. Das Instrument war das meistgefilmte und meistfotografierte der Messe.
Sassman Cembalobau kam mit einem speziell für Dubai gebauten Cembalo, das auf der Innenseite des Deckels die berühmte Palme von Dubai in Blattgold eingelegt hatte.
Steingräber & Söhne war durch Frau Simone Albert, der Vertriebschefin von Steingräber Deutschland und Polen, präsent. Auf einem »Deutschland-Gemeinschaftsstand« waren mehrere Branchen vertreten: Geigenbauer, Blechblasinstrumentenerzeuger und Blockflötenhersteller. Yamaha und Kawai zeigten sich in einer eher bescheidenen Präsentation. Darüber hinaus waren neben dem üblichen Klimbim Instrumente ausgestellt, die man bei uns nicht kennt. Lautenähnliche Saiteninstrumente, Trommeln und Perkussion Instrumente. Die Dubai Musica war, gemessen an den Musikmessen in Frankfurt oder Los Angeles, klein. Aber es war ein Anfang, Welten zu verbinden.
Infos: www.dubaimusica.ae
Bruno Weinberger
- zurück zur Übersicht
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Ein Gratis-Exemplar senden wir Ihnen gerne zu. Wenn es Ihnen gefällt, können Sie für Euro 7,50 Druck- & Versandkostenbeitrag ein Jahresabo erwerben. Dann finden Sie die kommenden vier Ausgaben jeweils druckfrisch in Ihrem Postkasten.
![]() |
©2010 Klavierhaus Weinberger · Brucknerstraße 21 · A-4470 Enns www.weinberger.net · Tel: +43 (0) 7223 / 86 084 |
