- Das „Klassik in Jeans“ Konzert vom
Freitag, 13. Juni 2008, 19 Uhr. - ›pianissimo‹ Klavierkonzert auf 8 Klavieren
- Mit diesem Klassik in Jeans Konzert boten wir unseren Gästen einmal mehr ein ganz außergewöhnliches Programm, bei dem bis zu 8 Pianisten auf 8 Klavieren konzertierten. Mit dem einzigen Österreich – Konzert 2008 wollten wir wieder einmal besonders auf unsere Grundidee hinweisen, nämlich das Vermitteln der Klassischen Musik in zeitgemäßer Form für ein Publikum, das sich mehr erwartet, als eine perfekte künstlerische und musikalische Leistung der Pianisten.
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- Mit dem Pianistenclub München konnten wir eine Gruppe von Musikern für dieses Konzert gewinnen, die in ihren Grundsätzen ähnliche Ziele verfolgen wie wir mit Klassik in Jeans.
- Das Programm
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Bedřich SMETANA (1824–1884)
Rondo C-Dur für zwei Klaviere zu acht Händen (1849)
Sylvia Dankesreiter, Susanne Absmaier, Megumi Bertram und Irene Saaremäe, zwei Klaviere
Darius MILHAUD (1892–1974)
Scaramouche, Suite op. 165 b für zwei Klaviere (1937)
- Vif – Modéré – Brasileira
Manuel INFANTE (1883–1958)
Drei Andalusische Tänze (1921)
- Ritmo. Allegro moderato
- Sentimiento. Allegro moderato
- Gracia (El Vito). Allegro grazioso
— Pause —
Johann Sebastian BACH (1685–1750)
Konzert für drei Klaviere d-Moll BWV 1063 (um 1735)- (ohne Bezeichnung)
- Alla Siciliana
- Allegro
Gioacchino ROSSINI (1792–1868)
Semiramide-Ouvertüre D-Dur (1823)
Bearbeitet von Rico GULDA (*1968) für acht Klaviere (2003)
Nach der Bearbeitung von Carl CZERNY
Sylvia Dankesreiter, Megumi Bertram, Susanne Absmaier, Annette Böhm, Johannes Trägner-Born, Birgitta Eila, Irene Saaremäe und Heiko Stralendorff, acht Klaviere
Moderation: Heiko Stralendorff
Konzept und Zusammenstellung: Irene Saaremäe und Heiko Stralendorff - Ich möchte per email über Konzerte informiert werden:
- Der Pianistenclub München – Die Geschichte
- Der Pianistenclub e.V. ist eine neuartige Künstlervereinigung, die 1997 von vorwiegend jungen Musikern gegründet wurde. Unter den sieben Gründungsmitgliedern waren neben fünf Pianisten noch ein Klavierbaumeister und ein Diplom-Physiker, dem auch eine professionelle Klavier-Ausbildung zuteil wurde.
- Die Anfänge
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Keimzelle der Idee des Pianistenclubs waren die beliebten Klassik-Frühschoppen am Sonntagvormittag im Münchner Kaffee Giesing (1993): Es fanden sich immer mehr interessierte Musiker und Zuhörer ein, so dass der Gedanke einer eigenen Konzertreihe Gestalt annahm, die zunächst mit dem Neuperlacher Klavierfrühling im April 1995 in die Tat umgesetzt wurde. Zehn Tage gab jeweils einer der Mitwirkenden einen Klavier- oder Kammermusikabend. Das Abschlusskonzert fand mit allen Mitwirkenden statt, jeder spielte noch einmal sein Highlight.
Dabei merkten die Pianisten, wie motivierend sich das Miteinander auf die künstlerische Leistung jedes Einzelnen auswirkte, und dass es viel leichter ist, sich gemeinsam und nicht konkurrierend durch das harte Konzertleben zu kämpfen. Der Wunsch, diese Arbeit fortzusetzen, führte Anfang 1997 zur Gründung des Pianistenclub e.V. und zu seiner monatlichen Konzertreihe Jour fixe.
Das Chopin-Jahr 1999 wurden zum Anlass genommen, das Gesamtwerk des Komponisten in 13 Konzerten aufzuführen. Die Konzerte der Chopin-Reihe waren ausverkauft, und wiederum waren Publikum, Presse und auch wir Musiker begeistert von Idee und Erfolg. Seither spielen die Pianisten die beliebten Sommer- und Herbstsoireen in der Kaulbach-Villa und erfüllen so vielen Zuhörern den Wunsch, ausgesucht gute Musik, ein edles historisches Ambiente und die persönliche Atmosphäre unserer Konzerte zu genießen. - Der Pianistenclub e.V. – Ziele und Aktivitäten.
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1997 von einer kleinen Gruppe junger Musiker, vornehmlich Pianisten, gegründet, hat der Pianistenclub an die 210 Mitglieder hinzu gewonnen, die sich aus Fördermitgliedern und aktiven Mitgliedern zusammensetzen. Die Aktiven treffen sich einmal im Monat, um sich über Konzerte und Konzertreihen Gedanken zu machen oder die konkrete Durchführung und Organisation der anstehenden Konzerte festzulegen.
Der Pianistenclub hat sich einerseits zum Ziel gesetzt, miteinander neue Projekte aufzubauen anstatt zu konkurrieren. Andererseits soll klassische Musik für das heutige Publikum neu und anders erlebbar gemacht werden.
Das erreicht man durch die folgenden Konzepte, die vom üblichen Konzertbetrieb abweichen:- In den Konzerten werden die historischen und künstlerischen Hintergründe der aufgeführten Werke von einem Moderator erläutert.
- Konzertante Verknüpfungen von Lyrik und Musik oder Tanz und Musik sind ein Angebot für sehr individuelle Ansprüche.
- Wunschkonzerte werden live ausgeführt.
- Die Künstler verleihen dem klassischen Konzert eine lockere, familiäre Atmosphäre und wollen damit mehr junges Publikum ansprechen.
- Der Konzertbesuch soll zum gesellschaftlichen Ereignis werden: Man trifft sich in der Pause oder nach dem Konzert gemeinsam mit den Künstlern zu einem Getränk.
- Rückblick: Freitag, 28. März 2008, 19 Uhr.
- Eine musikalische Reise von Ost nach West
mit Melanie Hie & Markus Urbas -
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Es gibt Leute, die meinen: „Ernste Musik könne nur in entsprechender Kleidung dargeboten und gehört werden.“
Dieser Ansicht waren schon Franz Liszt, Artur Rubinstein und Paul Badura-Skoda.
Und dann kamen Zeitgenossen: Wie der Chinese Lang Lang, der sich oft leger zeigt, oder „Mitglieder“ der darstellenden Fakultät. Ich erinnere nur an Ernst Fuchs mit der bunten Kappe oder an den freudigen Experimentierer Alfred Peschek, oder an Salvatore Dali, der mit einer Maus herumlief. Sie alle waren Meister ihres Faches, ernst zu nehmen und zusätzlich niveauvoll unterwegs.
Dieser Kategorie darf man auch Melanie Hie und ihren Gatten Markus Urbas zurechnen. Beide lernten sich an der Hochschule für Musik in Salzburg, und haben sich neben ihrer pianistischen Arbeit die Aufgabe gestellt, die Jugend mit populären Stücken an die Musik heranzuführen. Entsprechende vielgestaltig war daher ihre „Reise von Ost nach West“, die auch einen Überblick über musikalische Perioden ausgewiesen hat.
Eröffnet wurde die Soiree mit einem Stück von Colin McPhee, einem Kanadier, den es von 1931 – 1939 nach Bali gezogen hatte. Aus Norwegen folgte die Peer Gynt Suite von Edward Grieg und gleich darauf der Bolero von Maurice Ravel.
Der 2. Teil des Abends brachte George Gershwins Rhapsodie in Blue und eine Auswahl der bekanntesten Nummern aus Leonard Bernsteins West Side Story. Mit America America war die Jugend besonders zufrieden und spendete wieder viel Beifall. Letzteres Arrangement hat Melanie Hie geschrieben.
Man wird sich die Namen des Duos Hie-Urbas merken müssen. Auch dem Klavierhaus Weinberger sei Anerkennung ausgesprochen, das dem Publikum dieses „Doppelkonzert“ ermöglicht hat.
Prof. Emmo Diem - Im Archiv: frühere Konzerte der Reihe Klassik in Jeans
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